Technikfolgenabschätzung – ein interdisziplinärer Ansatz zwischen Technologie-Hype und –Ablehnung

Nadine Kleine M.A., Universität Osnabrück

Zukunft der Arbeit, Big Data, Energiewende: In Zeiten der Digitalisierung und des Klimawandels scheinen insbesondere neue Technologien weitreichende Lösungspotentiale anzubieten. Jedoch werden die Entwicklung und Implementation soziotechnischer Innovationen auch stets von kritischen Stimmen begleitet; denn neben den beabsichtigten Auswirkungen kommt es oft zu nicht intendierten und unerwünschten Technikfolgen. Diese Ambivalenz in der Technikwahrnehmung ist kein neues Phänomen: Die Diskussion um Technik und ihren Folgen für Mensch und Umwelt nahm seit der Industrialisierung beständig zu.

Durch gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Druck wurden Technikfolgen ab den 1970er Jahren auch von wissenschaftlicher Seite in den Blick genommen – unter dem Schlagwort technology assessment bzw. Technikfolgenabschätzung. Ziel des interdisziplinären Ansatzes der Technikfolgenabschätzung ist es, technologische Entwicklungen zu untersuchen, und ggf. durch prospektive Ansätze das Risiko der negativen Konsequenzen zu minimieren.

Der Vortrag führt ein in den wissenschaftlichen Ansatz der Technikfolgenabschätzung: Wie verändern neue Technologien unsere Gesellschaft? Welche Nebenwirkungen und nicht bedachten Effekte können sich ergeben? Und wie können wir Technik so gestalten, dass sie unser aller Leben wirklich verbessert? Anhand von konkreten Beispielen aus der Praxis soll die Relevanz dieser Disziplin (nicht nur) für Studierende, Lehrkräfte und die interdisziplinäre Arbeit in Forschung und Entwicklung verdeutlicht werden.

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Donnerstag, 11.4.19
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